Anbausystem und Fruchtfolgegestaltung

 

Unser landwirtschaftliches Unternehmen wird als reiner Marktfruchtbetrieb geführt.

Dies bedeutet, das alle Erzeugnisse bzw. Ernteprodukte verkauft und somit nicht innerbetrieblich verwertet werden. QS-LogoUnter Einhaltung von Umweltvorschriften und mit modernster Technik bewirtschaften wir 280 ha Ackerland und erzeugen darauf nachhaltig qualitativ hochwertige Ernteerzeugnisse. Wir produzieren nach dem Qualitätssicherungssystem "QS-Ackerbau" und sind ein zertifiziertes Unternehmen. Das System QS beinhaltet die betriebliche Umsetzung der guten fachlichen Praxis verbunden mit klaren Hygiene- und Qualitätsanforderungen am Produkt Jährlich produzieren wir je nach Anbauumfang und Ertragsergebnis ca.:

    • 550t Winterweizen,
    • 250t Sommer-Braugerste,
    • 220t Winter-Futtergerste,
    • 200t Ackerbohnen
    • 230t Winterraps

zum besseren Verständnis ein tabellarischer Anbauüberblick:

Anbauübersicht Erntejahr 2018

Winterweizen

72 ha

Wintergerste

34 ha

Sommergerste

44 ha

Hafer

20 ha

Winterraps

57 ha

Ackerbohnen

48 ha

Blühstreifen/ EFA

5 ha

Gesamtfläche

280 ha

 

Wie aus der Tabelle deutlich wird, nimmt der Getreideanbau den größten Teil der Ackerfläche in Anspruch. (ca. 61 Prozent)

Winterweizen mit einem Anbauumfang von 72 ha ist nach Winterraps die zweit wichtigste Kultur im Anbau unseres Unternehmens.

Des weiteren besitzt der Anbau von Ackerbohnen einen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen. Der enorm hohe Vorfruchtwert und die günstigen Anbaueigenschaften (günstige Wasserversorgung während der Vegetationsperiode) dieser Kulturpflanze begründen den Fruchtfolgeanteil von ca. 17 Prozent.

Der Anteil an Sommerungen in der Fruchtfolge (ohne EFA) beträgt 40 Prozent.

Der Sommergerstenanbau findet in unserer Region ebenfalls günstige Anbaubedingungen. Vorrangig wird diese Sommergetreidekultur nach Zwischenfrüchten angebaut und profitiert somit im Frühjahr von der ausgezeichneten Bodengare. Angebaut werden Braugerstensorten und diese erreichen trotz vorherigen Zwischenfruchtanbaus meist die geforderten Qualitäten zur Vermarktung als Braugetreide.

Vorrangig werden die Getreidearten jedoch als Winterkulturen angebaut, da hier im langjährigen Mittel ein größeres und sichereres Ertragspotential zu erwarten ist. 

Der Winterweizen wird ausschließlich mit dem Vermarktungsziel Brauweizen angebaut.

Die Wintergerste, als früh räumende Kultur, wird entweder als Futtergetreide oder als Malzgerste vermarktet.


Eine weitere Besonderheit in unserem Anbausystem besteht darin, das wir den Anbau von Zwischenfrüchten forcieren. Nach der früh räumenden Wintergerste werden die Flächen umgehend mit speziellen Zwischenfruchtmischungen bestellt. Aber auch nach Sommergerste und Winterweizen findet der Zwischenfruchtanbau Anwendung.

ZF Aussaat  2016Zwischenfruchtbestand Oktober 2010

Das Stroh als Koppelprodukt verbleibt zum überwiegenden Teil auf dem Feld und bildet die Grundlage für ein ausgewoges Nährstoffgleichgewicht, hohe Regenwurmpopulationen und einen effizienten Erosionsschutz. Im Unternehmen finden einige Besonderheiten in der Fruchtfolgegestaltung Anwendung. Mehr dazu im folgenden Absatz.

Diese Fruchtfolgen finden bei uns Anwendung:

Winterraps - Winterweizen - Ackerbohnen - Wintergerste - Zwischenfrucht - Sommergerste - Winterraps

Winterweizen - Winterraps - Wintergerste - Zwischenfrucht - Ackerbohnen - Wintergerste - Winterweizen

Hafer - Winterraps - Winterweizen - Zwischenfrucht - Sommergerste - Winterraps - Wintergerste

Zu beachten ist, das die jeweiligen Reifezeiten und Erntetermine in unserer Anbauregion > 500m Jährlich enorm schwanken. Im Schnitt der Jahre beginnt die Wintergerstenernte in unserer Region erst um den 15. bis 20. Juli. Der Weizen wird zum überwiegenden Teil erst ab dem 10. August geerntet. Die Ackerbohnen reifen recht spät ab und sind erst ab Mitte September erntereif.