Teilflächenspezifische Grundnährstoffdüngung

 

EM 38 BodenscannerBei der teilflächenspezifischen Grunddüngung wird im Gegensatz zur Schlageinheitlichen Düngung eine Unterteilung des Schlages in Teilstücke vorgenommen. Zielstellung ist die Nährstoffverteilung innerhalb eines Schlages zu berücksichtigen. Vorraussetzung hierfür ist eine Standortinventur der Grundnährstoffe um deren Verteilung zu erkennen. Im Zuge der Standortinventur wurde neben der Grundnährstoffverteilung auch die Schläge mit dem Bodenscanner EM 38 gescannt. Die daraus gewonnenen Karten dienten anschließend zur Einteilung der Schläge in Probenahmezonen.

Die Probenahmezonen sind demnach auch nicht zwingend gleich groß, eher unregelmäßig in ihrer Form und nicht größer als 5 Hektar. Bei der Erstellung der Zonen sind neben den Daten aus der Bodenscannermessung auch Kartendaten der Reichsbodenschätzung mit eingeflossen. Die Erstellten Beprobungszonen dienen fortan als Grundlage für die gezielte und wiederholte Beprobung.

Nährstoffverteilungskarte (mit Agri Port erstellt)Die gezielte Grundnährstoff - Beprobung wird durch einen Dienstleister mit ensprechend ausgerüsteter Beprobungstechnik abgewickelt. Die einzelnen Beprobungsspuren werden per GPS aufgezeichnet um bei der Wiederholungsbeprobung dieselben Probenpunkte wieder zu nutzen. Die entnommenen Bodenbestandteile werden im Labor analysiert und deren Gehalte bestimmt. Anhand der Ergebnisse erfolgt die Erstellung von Nährstoffverteilungskarten die dem Landwirt die Verteilung der Nährstoffe bzw. Gehaltsklassen im Schlag visuell darstellen. Nachdem die Nährstoffverteilungskarten mit den eigentlichen Analyseergebnissen beim Landwirt eingegangen sind beginnt die eigentliche Düngeplanung. Ein Fruchtfolgeplan der beprobten Flächen muss erstellt werden. Hier werden die angebauten Kulturen, deren Durchschnittserträge und eventuell vorhanden organische Dünger mit eingearbeitet werden. Anhand dieser Daten wird der Gesamtnährstoffbedarf entsprechend der vorherrschenden Gehaltsklassen und der Entzüge errechnet. Als effektives Werkzeug bzw. Hilfestellung steht dem Landwirt das AgriPort Datenportal zur Verfügung. Von hier aus kann er die gesamte Düngeplanung und Nährstoffverteilung - bzw. -beprobung abrufen, abarbeiten und anpassen.

 

Streukarte (mit Agri Port erstellt)Sind alle Daten in die Düngeplanung eingeflossen werden die Streukarten über den Dienstleister an den Landwirt  übermittelt (in Papierform und im gewünschten Dateiformat). Alternativ besteht bei Nutzern von AgriPort die Möglichkeit dies eigenständig durchzuführen. So können Streukarten angepasst werden und im entsprechenden Dateiformaten ausgegeben werden. Auf der linken Seite ein Beispiel für eine Streukarte in Papierform die mit AgriPort erstellt wurde.

 

Agri Port (Auszug)
In unserem Unternehmen setzen wir auf das System AgriPort in den Bereichen der Grunddüngung und Stickstoffdüngung. Hintergund ist, das in dieser webbasierten Anwendung die Daten von Pflanzensensoren (Yara N-Sensor), Bodenuntersuchungen, Ertragskartierung dort  gesammelt, sicher gespeichert und für das weitere Datenmanagement aufbereitet werden. Im entsprechenden Format exportiert, werden die Streukarten ins Streuerterminal übertragen und die Ausbringung des jeweiligen  Düngemittels erfolgt entsprechend der jeweiligen Versorgungszonen.Die Aufteilung der Gesamtmenge eines Düngezeitraumes (Beprobungsintervall) kann durch den Nutzer individuell angepasst werden. So is es auch möglich, neben der Vermeidung von Nährstoffüberschüssen auch entsprechend der finanziellen Situation seine Düngung anzupassen.